Pressestimmen zu „Bernarda Albas Haus“ von García Lorca (2007)

 

„Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Calenberger Zeitung) vom 12.3.2007

Schön, ergreifend, barbarisch

Den Blick für Missstände in der Gesellschaft zu schärfen ist stets ein Anliegen der Klosterbühne Wennigsen. In ihrem Stück „Bernarda Albas Haus“, das am Freitag Premiere hatte, geht es um die Unterdrückung von Frauen im 20. Jahrhundert in Spanien, aber auch um heutige Machtstrukturen.

Schön zu sehen und ergreifend zugleich, wie die Töchter-Darstellerinnen ihn (Anm.: den ausgesperrten Mann) in ihre Gespräche einbeziehen, sich untereinander sein Foto stehlen und beim Gesang der Schnitter an ihn denken. ... Für Alba, beeindruckend barbarisch dargestellt von Irmgard Gums, ist jede Handlung gerechtfertigt, die nach außen die Ordnung aufrecht erhält. ... Rund 600 Besucher haben die Aufführungen von „Bernarda Albas Haus“ am Freitag, Sonnabend und Sonntag gesehen und viel Beifall gespendet.

„Deister-Leine-Zeitung“ vom 12.3.2007

Reines Frauenstück setzt Glanzpunkte

Klosterbühne:

Explosive Spannung von der ersten bis zur letzten Sekunde in „Bernarda Albas Haus“

In der Tragödie „Bernarda Albas Haus“ brannte das reine Frauenensemble am Wochenende in allen drei ausverkauften Vorstellungen ein Feuerwerk scharfzüngiger und hintergründiger Lebendigkeit ab, das immer wieder Gänsehaut entstehen ließ vor so viel Hartherzigkeit einer Mutter von fünf Töchtern. Schauspielerische Höchstleistungen, die von Laienschauspielern in einer absolut professionellen Art geboten wurden, gab es gleich reihenweise.

Irmgard Gums (Bernarda Alba) hat hier eine von Herrschsucht geprägte Glanzrolle hingelegt. ... Doch nicht nur Bernarda war zu Höchstform schauspielerischer Kunst aufgelaufen. Da war auch noch die Magd La Poncia ... Gabriele Blazek verstand es, mit ihrem ausdrucksvollen Minenspiel eine knisternde Stimmung zu erzeugen. Dann Waren da noch Bernardas fünf Töchter, Angustias (Anja Köster), Martirio (Michaela Niemann), Adela (Anja Fahrenbach), Magdalena (Jeanette Dobbertin) und Amelia (Rebecca Gallinat) .... Sie alle knüpften schauspielerisch an die Leistungen von Bernarda und La Poncia an und standen denen in nichts nach. ...

Orkanartiger Beifall brandete auf und bei Klosterbühnenchef Burkhard Gums, gleichzeitig Regisseur der dramatischen Theateraufführung, sah man entspannte, leicht schmunzelnde Gesichtszüge ... Er wusste wohl am Besten, welche großartige Leistung sein Ensemble soeben erbracht hatte.


„Deister aktuell“ vom 14.3.2007

Pure Dramatik auf der ganzen Linie: Klosterbühne feiert gelungene Premiere

„Bernarda Albas Haus“ begeistert das Publikum.

 

Eine gelungene Premiere feierte der Theaterkreis der evangelischen Kirchengemeinde am Freitagabend im Klostersaal: Das Stück „Bernarda Albas Haus“ fand großen Anklang beim Publikum. ... Das Publikum spendete den Laienschauspielern reichlich Applaus. ...