ein
Spiel in sieben Bildern
sowie einem Vor- und Nachspiel von Michael Ende:
"Der
magische Bereich des Imaginären ist eben Phantásien, in das man ab und zu
reisen muss, um dort sehend zu werden. Dann kann man zurückkehren in die äußere
Realität mit verändertem Bewusstsein und diese Realität verändern oder sie
wenigstens neu sehen und erleben."
Ein
kleiner Zirkus steht vor dem Ruin. Da bietet ein Chemiekonzern den Gauklern an,
als Werbetruppe für seine Pharma-Produkte durchs Land zu ziehen. Sie müssten
sich allerdings von Eli trennen einem behinderten Mädchen, das die Zirkusleute
drei Jahre zuvor nach einem Chemieunfall im Straßengraben aufgelesen haben.
"Sie sagen, es macht keinen guten Eindruck, wenn ausgerechnet so ein Kind
bei uns ist..."
Jojo
- der Clown - erinnert sich: "Vor drei Jahren - da waren wir doch in so
eine Gegend geraten, wo es plötzlich so komisch roch. Die Leute waren alle auf
der Flucht. Auf der Straße lagen überall tote Hühner und Hunde und Katzen. Und
dann fing es zu regnen an und das Gras wurde gelb. Nachher stand in den
Zeitungen, dass es eine Giftwolke war. Damals ist Nick krank geworden, und er
ist es bis heute geblieben.Und damals haben wir Eli gefunden, wie sie im
Straßengraben dahinkroch. Das war es, was mir eingefallen ist.....
...Die
Fabrik gehörte zu derselben Firma wie diese hier. Und sie produzieren das
gleiche. Und dafür sollen wir Reklame machen und uns von Eli trennen." Eli
zupft Jojo am Ärmel und bittet ihn: "Jojo erzählt Eli eine Geschichte,
ja?" Da erzählt Jojo, der Clown, eine Geschichte, die die Gruppe in ein
Land außerhalb der Zeit führt in das Heute- und das Morgenland. Da begegnet
ihnen Phantásien, da wird Eli zur Prinzessin Eli und Jojo wird zum Prinzen
Joan. Da versucht die Spinne Kalophain, die ganze Welt einzuspinnen. Am Ende
wird Kalophain besiegt und beide erkennen, dass sie schon lange für einander
bestimmt sind. Prinz Joan: "Wie Schnee im Schuh fühl ich vergehn die
Fessel, die mich band. Mein blindes Herz lernt wieder sehn dich, die ich längst
gekannt. Nichts konnte mich im Innern in Wahrheit von dir trennen. Dass wir uns
nun erkennen, ist ewiges Erinnern."
Und
dieses märchenhafte Erleben wird die Entscheidung der Gaukler wesentlich
beeinflussen.